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10 Lektionen

Die 10 wichtigsten Lektionen für angehende Azubis

1. Lektion

Worauf es beim Bewerben wirklich ankommt
Viele Antworten sind vorstellbar. Nach unserer Einschätzung ist das Wichtigste: die Einstellung des Azubibewerbers. Und dies im doppelten Wortsinne. Also die mentale Auseinandersetzung und Einstimmung auf Ihr Vorhaben, einen Ausbildungsplatz zu erobern. Dabei spielt die gründliche Vorbereitung die alles entscheidende Rolle.



Je besser Sie sich vorbereiten, desto größer Ihre Chancen, den Bewerbungsmarathon in möglichst kurzer Zeit erfolgreich zu durchlaufen.

2. Lektion

Das ist bei Ihren schriftlichen Unterlagen jetzt besonders wichtig
Ihre persönliche Botschaft (Beispiel: „Ich bin Ihr schnell lernender, hoch motivierter Azubi“) gilt es dem Empfänger überzeugend zu vermitteln. In der Regel entscheiden Ihre eingereichten Unterlagen, ob die Ausbilderseite Interesse entwickelt. In der Konsequenz verbindet sich das mit dem Wunsch, Sie persönlich kennenzulernen.



Das ist wichtig: Überlegen Sie sich genau, was Sie wie Ihrem potenziellen Ausbilder über Ihre Kompetenz, Leistungsmotivation und Wesensart (Persönlichkeit) mitteilen wollen.

3. Lektion

Es gibt einen wunderbaren Leitfaden für die Erstellung der Unterlagen
Es geht um den ersten guten Eindruck. In der Werbepsychologie gibt es eine Grundformel, die beschreibt, wie Wirkung erzielt werden kann: die AIDA-Formel.

A für attention (Aufmerksamkeit erzeugen)

I für interest (Interesse wecken)

D für desire (Wunsch auslösen, zum Vorstellungsgespräch einzuladen)

A für action (die Aktivität Einladung provozieren)

Ziel muss es sein, Aufmerksamkeit und Interesse zu wecken, um den Schritt „Einladung zu einem Test oder Vorstellungsgespräch“ auszulösen. Stellen Sie alle wichtigen Argumente, die Sie vorzubringen haben, in kurzer Form in Ihrem Lebenslauf dar, zusätzlich aber auch in Ihrem Anschreiben.

Je mehr Wertschätzung Sie Ihrem potenziellen Ausbilder durch eine gründlich vorbereitete Bewerbung entgegenbringen, desto höher Ihre Chancen, eingeladen zu werden.

4. Lektion

Das sind die wichtigsten Bausteine Ihrer schriftlichen Bewerbung
Ihr „Werbeprospekt“ in eigener Sache (Lebenslauf) kommt an erster Stelle, dann die „Empfehlungsschreiben“ (Zeugnisse) und – deutlich nachgeordnet in seiner Bedeutung – Ihr Anschreiben. Wenn auch alle drei Dokumente in ihrer Gesamtbedeutung nicht zu unterschätzen sind, in der Gewichtung gibt es schon Unterschiede.

Eine Art Visitenkarte Ihrer Persönlichkeit wird durch Ihr Foto und Ihre Hobbys kommuniziert. Das gilt ebenso für spezielle Interessen, Engagements oder besondere ehrenamtliche Tätigkeiten. Generell kann man sagen: Wenn aus dem Hobby Eigenschaften oder Verhaltensmerkmale abzuleiten sind, die für das Berufsleben wichtig sein könnten, sollten Sie nicht zögern, dies in Ihren Bewerbungsunterlagen zu vermitteln.

Für das Bild, das sich andere von Ihnen aufgrund Ihrer Bewerbung machen, sind Sie selbst verantwortlich. Sorgen Sie dafür, dass es „rund“ ist und strahlt.

5. Lektion

Ihr Foto ist wirklich einer der wichtigsten Weichensteller
Es ist der klassische Sympathieträger, ein Hauptargument in Sachen „Persönlichkeit“, mit dem Sie die „Auswahlkommission“ auf Ihre Seite ziehen können. Zu jeder guten Bewerbung gehört also unbedingt ein gutes, sympathisches Foto. Gesetzlich ist es kein Muss, aber: Wer damit Sympathie mobilisieren kann, hat einfach die besseren Chancen. Besonders dann, wenn die papierenen Qualifikationsnachweise doch nicht ganz so eindeutig für Sie sprechen.

Unterschätzen Sie also nicht die Macht der Bilder (hier des Fotos).

6. Lektion

Warum Ausdauer so wichtig ist für Ihr Bewerbungsvorhaben
Ausdauer gehört zu den wichtigsten Faktoren für ein erfolgreiches Bewerbungsvorhaben. Wer zu schnell resigniert, wird seine Ziele niemals erreichen. Wer hingegen – trotz offensichtlicher Aussichtslosigkeit – zu lange an einer Sache festhält, blockiert sich auf seinem Lebensweg unnötig selbst. Erkennen Sie, wann Beharrlichkeit notwendig ist und wann Flexibilität, ein Sich-neu-Orientieren. Leichter gesagt als umgesetzt, zugegeben!

Ziehen Sie sich nach Absagen nicht ins stille Kämmerlein zurück, sondern reden Sie mit anderen darüber. Reden ist eine wahre „Seelenreinigung“. Suchen Sie sich in Ihrer Familie und/oder Ihrem Freundeskreis Ihre „Seelentröster“. Menschen, die zuhören, ohne Sie ständig zu bemitleiden, alles besser zu wissen oder Ihnen Vorwürfe zu machen.

Stabilisieren Sie Ihr Selbstvertrauen und den Glauben an die eigenen Fähigkeiten und beachten Sie folgenden Merksatz: Es gibt keinen Ersatz für Beharrlichkeit, Ausdauer und Durchhaltevermögen.

7. Lektion

Warum Sie vor der Bewerbung zum Telefon greifen sollten
Es ist das am häufigsten eingesetzte Kommunikationsinstrument, um Informationen von A nach B zu transportieren. Umso unverständlicher, dass sich viele Azubibewerber unendlich schwer damit tun, ihren potenziellen Ausbilder anzurufen. Weniger als fünf Prozent greifen während der Ausbildungsplatzsuche zum Hörer. Dabei liegen die Vorteile eines Telefonats klar auf der Hand: Durch einen gut vorbereiteten Anruf können Sie Ihre Kommunikationsfähigkeit unter Beweis stellen. Schließlich suchen die meisten Unternehmen kontaktfreudige und kommunikative Mitarbeiter. So können Sie Interesse wecken und Sympathie für sich gewinnen. Der Faktor Sympathie entscheidet maßgeblich bei der Bewerberauswahl.

Je häufiger Sie das Telefon in der Bewerbungssituation einsetzen, umso geübter und auch erfolgreicher werden Sie.

8. Lektion

Wie Sie richtig suchen
Mit Anzeigen für Ausbildungsplätze, egal ob in den Printmedien oder im Internet, werben Unternehmen um Aufmerksamkeit und Mithilfe bei der Lösung von Problemen. Da es mittlerweile mehr Jobbörsen als Tageszeitungen gibt, schauen Sie unbedingt ins Internet, insbesondere auf die Seiten der Unternehmen, bei denen Sie gerne eine Ausbildung machen würden.

Lassen Sie sich als Anfänger und Einsteiger weder blenden noch zu schnell von Anzeigenformaten und „ausführlichsten“ Anforderungen entmutigen. Hier gilt das Gleiche wie für Sie als Bewerber:

Ein „schlechter“ Text, eine langweilige Anzeige bedeuten nicht automatisch eine „schlechte“ Firma bzw. Ausbildung und umgekehrt, ein „guter“ Text, ein attraktive Anzeige sind keine Garantie, dass die Arbeitswirklichkeit auch so ist, wie versprochen wird.

9. Lektion

Warum Sie unbedingt auch auf Initiativbewerbungen setzen sollten
Etwa 50 Prozent aller Ausbildungsplätze werden über eine Initiativbewerbung „erobert“. Personalchefs und Ausbilder interpretieren diese Form des Vorgehens als Hinweis auf eine starke Motivation und zielorientiertes, aktiv-dynamisches, erfolgsorientiertes Vorgehen. Logisch, dass solche Ausbildungsplatzsucher bevorzugt werden.

Das entscheidende Kommunikationsziel bei der Initiativbewerbung ist die gekonnte Beantwortung der Fragen, warum man sich gerade für dieses spezielle Unternehmen und diese Ausbildung interessiert und was man Besonderes anzubieten hat.

Jede Bewerbung, speziell aber eine Initiativbewerbung, verlangt, Werbung in eigener Sache zu machen. Ihre zentralen Botschaften sollten Auge, Herz und Verstand des Lesers und Entscheiders in kürzester Zeit erfolgreich und überzeugend erreichen und den unbedingten Wunsch auslösen, Kontakt mit Ihnen aufzunehmen.

10. Lektion

Die besondere Bedeutung des Internets für Ihre Bewerbung
Immer mehr Unternehmen nutzen das Internet und immer weniger die Printmedien, um ihre Ausbildungsplatzangebote zu veröffentlichen. Neben vielen nützlichen Informationen über das Unternehmen auf den firmeneigenen Internetseiten sind Ausbildungsplätze auch auf allen Jobportalen zu finden.



Apropos finden: Was findet man über Sie im Internet? Fast jeder Ausbilder geht auf die Suche. Also Vorsicht! Und wenn Peinliches zutage kommt und man darauf angesprochen wird, sollte man gut vorbereitet sein.