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Mal ganz anders – neue Wege, neue Formen

Kreative Bewerbungsformen

Bewerbungen haben eine Konstante: Sie müssen Interesse wecken, noch besser: Neugier auslösen. Nur eines dürfen sie nicht: langweilen. Erfolgreiche Bewerbungen leben von einem stabilen Fundament und einem kleinen Kick Andersartigkeit, quasi dem Extrablubb Sahne. Das Fundament bildet ein sorgfältig getexteter Lebenslauf mit klaren Botschaften und einem sympathischen Foto.

Ein auf den Punkt gebrachtes Anschreiben hilft, darf aber in seiner Funktion nicht überschätzt werden. Es stellt vor allem dann die Weichen, wenn die Motivation für diesen Ausbildungsgang und diese Ausbildungsunternehmen deutlich vermittelt wird.


Der Trend geht zu Online-Bewerbungen und hat längst die 50-%-Marke weit überschritten. Zwei Formen sind zu unterscheiden: offline oder online. Die klassische, eben nur per Elektronik aufbereitete (papierlose) und als E-Mail versendete Form und der am PC ausgefüllte Online-Bewerbungsfragebogen. Besonders junge Bewerber setzen auf das Internet. Sogar die eigene Homepage mit ersten beruflichen Erfahrungen (Praktika, Ferien- und Nebenjobs, aber auch die Teilnahme an schulischen Sonderarbeitsgemeinschaften, besondere Fertigkeiten und soziales Engagement können Ausbildungsplatzanbieter positiv beeindrucken. Der Bewerber zeigt technische Kompetenz, ist up to date und kann Bilder oder ein Video für sein Selbstmarketing einbauen.

Stichwort Selbstmarketing: Wer heute als Kandidat auf dem Ausbildungsmarkt erfolgreich sein will, sollte sich von den Mitbewerbern abheben. Es geht um das USP, das Alleinstellungsmerkmal. Azubibewerber sollten gezielt ihre zukünftige Problemlösungsfähigkeit anbieten, was bedeutet: hohe Motivation für den Beruf und das jetzt geforderte Lernprogramm.

Entscheidend ist aber die vom Auswähler zugeschriebene Trias aus Sympathie, Vertrauen und das daraus resultierende Zutrauen in die Entwicklungs- und Problemlösungsfähigkeiten, die auch häufig anhand von Testaufgaben und Rollenspielen (Assessment-Center) geprüft werden. Die Selbstpräsentation in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Foren und Blogs ist dann gut, wenn der Ausbildungsbewerber hier den Fokus auf seine berufliche Zukunft legt.

Aber bitte keine Details aus dem Privatleben mit Urlaubsschnappschüssen. Insbesondere junge Bewerber sollten darauf achten: Das Internet vergisst nichts! Zwei von drei Personalentscheidern googeln die Namen ihrer Bewerbungskandidaten.

Ob offline oder online – die KLP-Formel öffnet die Türen: Kompetenz, Leistungsmotivation und die Persönlichkeit als komprimierte, aber durchdachte Botschaften führen am sichersten zum Erfolg. Erst eine Einladung und dann der Ausbildungsplatz!